Und sonst so?

Dieses Jahr versuchte ich Neues: Ich töpferte unter anderem zwei Tassen, von denen die erste oben zu sehen ist. Die zweite kann ich morgen bei Magdalena im Atelier Werkzeit abholen. Darauf freue ich mich schon!
Unter der Anleitung von Annette Tillmann durfte ich am Kunstzmittag Ende Oktober aus einer Migros-Papiertasche ein kleines Buch herstellen. Hier sieht man noch knapp, dass der Einband des Büchleins aus dem Boden der Tüte besteht:

Die Papiertasche wurde zerschnitten, der Henkel auseinandergenommen und aufgeklebt (links vom blauen Buchrücken zu sehen), das Papier gefaltet und genäht, damit am Ende dieses Produkt entstand. Es ist sehr unperfekt: die Innenseiten habe ich etwas zu hoch oben eingenäht, alles ist schräg, und die Seiten habe ich mit dem Brieföffner aufgeschnitten, so dass sie etwas zerfranst wirken. Aber das hat seinen Charme! Besonders mag ich an diesem Büchlein, dass es auf der Innenseite des Einbands hinten und vorne kleine Taschen hat, in die man Dinge hineinstecken kann:

Vorne steckt eine Postkarte aus der Ausstellung von Marisa Merz im Kunsthaus Bern und noch ein paar andere Sächeli. Hinten drin befinden sich eine Postkarte einer Collage von Hannah Höch (aus der Ausstellung im Zentrum Paul Klee) und ein “plastifiziertes” Eichenblatt – ein kleines Souvenir von meinen ersten Versuchen mit Gelplattendruck. Mal sehen, wie lange es sich hält, bevor es zerbröselt ;-).

Gefüllt habe ich dieses braune Büchlein mit einer Kombination von gesammelten Bildern aus Zeitschriften und Zitaten aus dem Diogenes-Abreisskalender, den mir eine Freundin letztes Jahr zu Weihnachten schenkte.
Beides, die Tasse und das Büchlein, bereiten mir grosse Freude. Die Tasse ist täglich in Gebrauch. Und das Büchlein zu füllen, wurde ein paar Wochen lang fast zur Sucht. Jeden Abend überlegte ich, ob ich noch eine Seite darin gestalten könnte. Bis es am Ende voll war :-).
Inzwischen habe ich schon ein zweites solches Büchlein aus einem grossen Plakat zusammengestellt, welches ich jetzt noch füllen kann. Ich durfte Annette in ihrem Atelier besuchen und mich an ihrem wunderbaren Material bedienen.
Neues zu erkunden, macht Spass! Und neue wunderbare Menschen kennenzulernen, ebenso <3.