Minicollagen in Acrylgouache

Nach dem Erstellen der Farbproben der neuen Acrylgouache geht es weiter mit dem Ausprobieren. Diesmal auf Minileinwänden von 10 x 10 cm, die eigentlich für Aquarell gedacht sind. Ich stelle fest, dass sich auch mit Acrylgouache wunderbar darauf arbeiten lässt, wenn man die Farbe mit Wasser verdünnt. So sieht sie nämlich auch fast aus wie Aquarell!

Ich bleibe meinen bevorzugten Farbtönen der letzten Jahre treu. Irgendwie mag ich diese kühlen Farben immer noch sehr, vielleicht weil sie gleichzeitig frisch und beruhigend wirken?
Die Collagen “Leise Töne” und “Innenleben” stelle ich zuerst fertig. Als ich anfange mit diesem Blogeintrag, fehlt mir bei den anderen beiden Minileinwänden noch der Text. Ich erstelle bereits Fotos und verkleinere diese auf Website-Grösse, als mir der Titel der beiden Bilder plötzlich einfällt.

Zuerst das Offensichtliche: In der Collage “Raum halten”, klemmt sich ein Tänzer zwischen Boden und Wand. Angesichts meiner eigenen Erfahrungen zum Thema Raum-Halten im letzten Halbjahr wähle ich genau das als Titel.

“Ins Licht” – diese Worte kommen unvermittelt und aus dem Bauch heraus. So genau kann ich es nicht erklären. Vielleicht habe ich diese Assoziation, weil noch so viel Leinwandweiss sichtbar ist und das ein bisschen aussieht, als würde die Sonne durch den Nebel drücken?
Auf jeden Fall bin ich unerwartet mit dieser kleinen Mini-Serie fertig geworden. Meisterwerke in dem Sinne sind es nicht, aber dafür, dass es für mich ein ganz neues Material ist (die Acrylgouache), bin ich zufrieden. Es geht ja auch nicht immer ums Endresultat oder um eine Leistung, sondern im Grunde ums “Machen”!