Der Freude folgen


Heute gehe ich zum ersten Mal überhaupt ins Bücherbergwerk, das sich fünf Minuten von meinem Atelier entfernt befindet. Irgendwie hatte ich nicht auf dem Schirm gehabt, dass dieses so nah ist!

Ich halte nach alten Büchern Ausschau, die nicht zu schade sind, um den Inhalt zu überkleben, übermalen, über-irgendwas. Ich finde zwei Bücher mit Leineneinband, die mir (optisch) gefallen, dazu aber unerwartet noch andere Bücher, die ich lesen will. Jedes davon kostet nur drei oder vier Franken, so dass es nicht schlimm wäre, wenn sie mir inhaltlich nicht zusagen.

Statt “kurz” beim Bücherbergwerk vorbeizugehen, verbringe ich am Ende eine ganze Stunde dort ;-).

Dann nehme ich die beiden neuen alten Büchlein direkt in Angriff. Ich arbeite parallel, weil es ja eine Weile dauert, bis Farbe und Bindemittel/Leim trocknen.

Tatsächlich komme ich beim spielerischen Ausprobieren wieder auf die Spur der Freude, die mir im letzten Halbjahr abhanden gekommen war.

Auch “Hera”, das Schweizer Braunvieh mit den Blumen auf dem Kopf, ist meiner Meinung nach heute fertig geworden. Wenn die Auftraggeberin damit einverstanden ist, zeige ich sie nächstes Mal.